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In Press
Ernst Cassirer: Philosophie der symbolischen Formen, Band 2: Der Mythos Μετάφραση στα ελληνικά, επιμέλεια, σημείωμα του μεταφραστή

. Αθήνα: Αρσενίδου; In Press.
Theater als bürgerlicher Totentanz? Erinnernde Vergangenheitsbewältigung in Rolf Hochhuths Der Stellvertreter und Thomas Bernhards Vor dem Ruhestand. In: Literatur und Politik . Kraków – Warszawa: Imedius; In Press.Abstract
Der Zusammenbruch des NS-Regimes signalisierte für die westdeutsche Kunst eine deutliche Distanzierung von Politik. „Der Stellvertreter“ führt einen Wendepunkt herbei und verwandelt das Theater wieder in ein Politikum. Hochhuth richtet den Blick auf die verdrängte Vergangenheit, in dem er am Beispiel des Schweigens der katholischen Kirche während des Holocaust die Frage der individuellen Verantwortung bzw. Schuld untersucht. Auschwitz wird erstmals auf die Bühne gebracht und das Stück löst eine Repolitisierungswelle aus, so dass es mit Recht als Vorläufer des Dokumentartheaters gilt. Auch „Vor dem Ruhestand“ ist politisches Theater par excellence in dem Sinne, dass es Partei ergreift, irritiert, die bestehende Ordnung in Frage stellt. Illusionslos entdeckt Bernhard hinter der Fassade eines bürgerlich-demokratischen Staates das Fortbestehen der nationalsozialistischen Ideologie, nicht nur in Extremfällen, sondern auch in sozialen Strukturen und Gedankenmuster der sozialen Elite. Im Gegensatz zu Hochhuth, der immer noch fest an die Macht des bürgerlichen Individuums, dient Faschismus Bernhard als Musterbeispiel für die verfallenden bürgerlichen politischen Systeme.
2014
N.I. Koskinas/ A. Dohrn/ N. Katsaounis: Interkulturelle Werbung im DaF-Unterricht
N.I. Koskinas/ A. Dohrn/ N. Katsaounis: Interkulturelle Werbung im DaF-Unterricht. In: Katsaounis N, Sidiropoulou RM Sprachen und Kulturen in (Inter)Aktion. Vol. 2. Frankfurt a.M. : Peter Lang; 2014. pp. 111-128.
2013
Medea and the Media. Transformations of the Medea myth in the "Old" and the "New" Media
Medea and the Media. Transformations of the Medea myth in the "Old" and the "New" Media. In: Losada-Goya JM, Lipscomb A Mito e Interdisciplinariedad. Los mitos antiquos, mediveales y modernos en la literaura y las artes contemporeánes. Bari : Levante Editori; 2013. pp. 175-186.
2012
The escape backwards as an escape forwards. Moments of demythification in Christa Wolfs Cassandra and Medea
The escape backwards as an escape forwards. Moments of demythification in Christa Wolfs Cassandra and Medea. In: Myth and Subversion in Contemporary Novel. Newcastle: Cambridge Scholars Publishing; 2012. pp. 187-198.Abstract
The aim of this study is to discuss demythification and the subversion of myth inChrista Wolf’s Cassandra Project (1983) and Medea. Stimmen (1996). Wolfconsiders literature as an archaeological project, as a quest for the truth and the“blind spots” in personal and social history. On this quest she turns her attention toGreek mythology. A myth is not a context, but a frame. It is a supertemporal,multidimensional phenomenon, which allows a writer to move into free spaces.Thus, Wolf’s versions revise the myth in some fundamental points. Her mainconcern is to shed light on the manipulation of truth and the discrimination of thestranger. The author does not write, however, against the myth per se. On the onehand she points out the close connection between myth and politics and on theother hand she tries to explore the potential of myths in order to understand thepresent situation better and to look for livable alternatives or yet untried patterns.The reminiscence on the origins of the alienation offers a matrix for theexplanation of today’s conditions and at the same time permits a glimpse into thefuture: “the escape backwards as an escape forwards”.
2010
Ist eine Medea ohne Kindermord überhaupt denkbar? Medea-Morphosen bei Euripides und Christa Wolf. Oder: Freispruch für Euripides
Ist eine Medea ohne Kindermord überhaupt denkbar? Medea-Morphosen bei Euripides und Christa Wolf. Oder: Freispruch für Euripides. Amaltea, Journal of Myth Criticism. 2010;(2/ 2010):91-103.Abstract
Ziel der vorliegenden Studie ist, die Rolle und die Wichtigkeit des Kindermordmythologems imRahmen des Medea-Mythos zu diskutieren. Dabei werden zwei der wichtigsten Bearbeitungen desMythos untersucht: Euripides’ Tragödie und Christa Wolfs Roman (1996). In einem ersten Schrittwird versucht, die Erfindung des Kindermordes von Seiten des Euripides von einem neuenBlickwinkel zu beleuchten. Im Gegensatz zur Annahme der überwiegenden Mehrheit der Forschergeht diese Studie davon aus, dass Euripides’ Medea nicht bloß ein bürgerliches Ehedrama, sonderneine politische und soziale Skizze des Mikrokosmos der Polis ist. In einer Art „Flaschenpost“ ist esdem großen Tragiker gelungen, die Bedürfnisse der Unterdrückten herauszustreichen und eine neuePerspektive für das weibliche Element zu eröffnen. Während jedoch in der männlichen Überlieferungvon Euripides bis von Trier das Unterdrückte als Grausamkeit ans Licht kommt, schlägt Wolf einanderes Modell von Weiblichkeit vor. Zu diesem Zweck braucht ihre Protagonistin den Kindermordnicht mehr. Der Mythos ist kein Kontext, sondern ein Rahmen. Demzufolge gehören alle Fassungenzum Mythos. In einer Zeit, die durch Gewalt und Angst gekennzeichnet ist, wirft Wolf Licht auf dieUrsprünge von Gewalt, indem sie beim Erzählen der Geschichte einer Gestalt, die sowohl Männern alsauch Frauen schlechthin Angst macht, andere Schwerpunkte setzt.
2009
Vom Leseland ins Niemandsland: Zu Christa Wolfs Leibhaftig
Vom Leseland ins Niemandsland: Zu Christa Wolfs Leibhaftig. In: Ludwig J, Meuser M Literatur ohne Land? Schreibstrategien einer DDR-Literatur im vereinten Deutschland. Band I. Freiburg : FWPF; 2009. pp. 123-136.
2008
<strong style="color: #000000; font-family: Arial; text-align: justify;">"Fremd bin ich eingezogen, fremd ziehe ich wieder aus. Von Kassandra, über Medea, zu Ariadne: Manifestationen der Psyche im spätesten Werk Christa Wolfs"</strong>
"Fremd bin ich eingezogen, fremd ziehe ich wieder aus. Von Kassandra, über Medea, zu Ariadne: Manifestationen der Psyche im spätesten Werk Christa Wolfs". Würzburg : Königshausen & Neumann; 2008 pp. 248. Publisher's VersionAbstract
Mitten in einem sich bewegenden, unabgeschlossenen Literaturprozess versucht der vorliegende Band Christa Wolfs poetisches Schaffen sowie ihr Poetikverständnis in der Kontinuität und Diskontinuität seiner Entwicklung in der spätesten Phase ihres Oeuvres nachzuzeichnen. Wolfs Schreiben ist eine archäologische Arbeit, eine Suche nach der Wahrheit und nach den blinden Flecken der persönlichen Geschichte und der modernen Industriegesellschaft. Was ist dem Menschen zumutbar? Wie entsteht Literatur angesichts unzumutbarer sozialer Verhältnisse? Welcher Art kann die Beziehung von Literatur zu Mythos, antikem und modernem, zur Subjektwerdung des modernen Ichs, zur Psyche und Psychologie bzw. Psychoanalyse, zur Krankheit, zur Friedensforschung sein? Ist eine Literatur von Frauen über Frauen "Frauenliteratur"? Kann eine "Ästhetik des Alltags" zur "Ästhetik des Widerstands" werden?